Denke lieber in Lösungen, nicht in Ausreden!

Alle, Liebe, Mindset, Stressmanagement | 31. Juli 2025

Erinnerst du dich noch an den letzten Artikel? Darin ging es darum, wie wir uns oftmals selbst im Weg stehen – insbesondere dann, wenn wir mit Aspekten unseres Lebens unzufrieden sind, uns aber in Routinen der Ablenkung verlieren. Heute geht es um eine weitere Art und Weise, wie wir Veränderung in unserem Leben verhindern: Nämlich indem wir nicht in Lösungen, sondern stattdessen in Ausreden denken. Zu Deiner Beruhigung, auch wir greifen mitunter auf Ausreden zurück.

Schutzmechanismus oder Blockade?

Vielleicht kennst du das: „Dafür habe ich gerade keine Zeit“ oder „Ich müsste erst noch …“ oder „Ich bin eben so.“ Diese Sätze klingen harmlos, sogar fast vernünftig. Doch oft sind sie nichts anderes als Schutzmechanismen, die uns vor Unbekanntem bewahren sollen. Ausreden erscheinen zunächst wie gut nachvollziehbare Argumente, doch sie hemmen uns. Sie halten uns nämlich davon ab, uns zu zeigen, bestimmte Schritte zu unternehmen oder gar zu wagen, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Kurz gesagt: Sie verhindern, dass wir unser Potential erweitern und uns dadurch wunderbar entfalten. Auch verhindern sie letztlich, dass wir die volle Verantwortung für uns und das eigene Leben übernehmen.

Wie Gedanken zur inneren Wahrheit werden oder: Wenn Ausreden uns klein halten

Denn wenn wir uns immer wieder dieselben, scheinbar vernünftigen Ausreden erzählen, werden sie irgendwann zu festen Überzeugungen über uns selbst. „Ich kann das nicht“, „Ich bin nicht der Typ für sowas“, „Ich bin halt so“ – diese Ausreden schaffen innere Glaubenssätze. Und wenn wir uns entsprechend verhalten – zögern, vermeiden, uns zurückhalten – bestätigen wir uns selbst immer wieder in diesen Annahmen. Was einst als Gedanke begann, wird zur inneren Wahrheit. Und diese Wahrheit beginnt, unser Leben regelrecht zu bestimmen. Wir erleben demnach, was wir glauben. Und wir glauben irgendwann, was wir uns oft genug erzählt haben. Das ist die Dynamik eine Self-Fulfilling-Prophecy – einer Selbsterfüllenden-Prophezeiung.

Eine eigene Geschichte mit Ausreden

Ich möchte dir von mir - Marcus - noch eine persönliche Geschichte mitgeben: Ich selbst kenne dieses Muster nur zu gut. Lange Zeit hatte ich mich immer wieder von Menschen zurückgezogen – nicht, weil ich sie nicht mochte, sondern weil ich Angst hatte, langweilig zu sein. Ich fand Ausreden, um Einladungen auszuschlagen, um mich nicht zeigen zu müssen, um nicht gesehen zu werden. Und je öfter ich mich so verhielt, desto mehr verfestigte sich in mir der Gedanke: Ich bin eben nicht interessant genug. Mehr noch: Ich verhielt mich so. Diese Überzeugung wurde zu einem Glaubenssatz, den ich lange nicht als solchen erkannte. Erst als ich begann, meine Gedanken zu hinterfragen, öffnete sich langsam für mich ein Raum. Heute liebe ich es, unter Menschen zu sein, mich zu zeigen, zu sprechen, zu lachen, zu inspirieren. Ich habe erkannt: Dort, wo ich mich nicht mehr verstecke, kann Verbindung entstehen. Und aus Verbindung wächst Selbstvertrauen. Wunderbar.

Wenn der Körper zu Dir spricht

Ausreden, Verdrängung und routiniertes Aufschieben bleiben nicht folgenlos. Wenn wir uns dauerhaft selbst im Weg stehen, zeigen sich meist früher oder später auch körperliche Symptome: Unruhe, Verspannungen, Erschöpfung, Magenprobleme oder Schlafstörungen. Unser Körper sendet Signale, lange bevor wir es bewusst wahrnehmen. Oftmals fängt er damit an, dir ein Signal zu senden. Wenn du dieses dann überhörst oder nicht an dir wahrnehmen möchtest, schickt er dir weitere Hinweise in Form von Beschwerden. Diese Symptome sind keine Schwäche – denn sie sind ein Versuch des Körpers, Gehör zu finden. Eine dankbare Einladung, genauer hinzusehen. Denn was wir seelisch nicht anschauen wollen, drückt sich oft auf körperlicher Ebene aus – das ist der Verlauf psychosomatischer Beschwerden. An diesem Punkt kann es heilsam sein, mit dem Unterbewusstsein in Kontakt zu treten. Hypnose kann dir dabei helfen, unbewusste Glaubenssätze aufzuspüren, Blockaden zu erkennen und innere Haltungen zu verändern. Es ist ein Weg zurück zu dir – zu dem, was wirklich in dir wirkt, und zu dem, was in dir wachsen möchte.

In Lösungen denken schafft Handlungsspielräume

In Lösungen zu denken schafft Handlungsspielräume

In Lösungen zu denken bedeutet nicht, plötzlich perfekt zu sein. Es bedeutet jedoch, die gewinnbringende Aufmerksamkeit auf das zu richten, was möglich ist, anstatt auf das, was nicht geht bzw. nicht zu gehen scheint. Lösungen beanspruchen nicht mehr Wissen, sondern mehr (mutige) Bereitschaft. Sie erfordern nicht, dass alles sicher ist und wir die Kontrolle haben – sondern dass wir es trotzdem versuchen. Eine lösungsorientierte Haltung fragt: Was wäre ein nächster, kleiner Schritt? Was ist heute möglich – trotz Müdigkeit, trotz Unsicherheit, trotz Zweifel?

Gedanken sind mächtig, denn sie formen Dein Selbstbild

Du musst deine (routinierten) Ausreden nicht verurteilen. Aber du darfst sie erkennen. Und dann ehrlich fragen: Hilft mir dieser Gedanke wirklich weiter – oder hält er mich klein? Jeder Gedanke, den du regelmäßig denkst, formt dein Selbstbild. Du darfst dich also fragen: Welches Bild willst du von dir selbst stärken, um Dich wundervoll wachsen zu lassen?

Vielleicht entdeckst du in dir einen Wunsch, der bisher keine Sprache hatte. Einen Mut, der leise, aber beharrlich ruft. Vielleicht spürst du, dass du nicht nur funktionieren, sondern stattdessen lebendig sein willst. Dass du dich nach Verbindung sehnst – zu anderen und zu dir selbst. Dann ist es Zeit, neu zu denken. Zeit für ein Denken, das dich wachsen lässt.

Veränderung beginnt mit Ehrlichkeit

Veränderung beginnt nicht mit Selbstoptimierung, sondern mit absoluter Ehrlichkeit. Mit dem großartigen Mut, deine Geschichte zu hinterfragen. Mit dem Wunsch, dich selbst nicht länger zu limitieren, zu begrenzen. Denn auch das kann auf Dauer krank machen. Was du brauchst, ist keine perfekte Strategie. Du brauchst allein einen ersten ehrlichen Gedanken: Was, wenn es auch anders gehen darf?

Es ist dein Leben. Und heute ist ein guter Tag, um damit zu beginnen, anders zu denken – dich neu zu denken.

Unser Reflektionsjournal - Für ein bewusstes Vierteljahr kann dich dabei unterstützen. Darin hältst du täglich fest, was dich bewegt: deine Glaubenssätze, Gedanken, Ziele, Erfolge, Learnings und Dankbarkeiten. Es hilft dir, Muster zu erkennen, zu hinterfragen – und Schritt für Schritt in jene Richtung zu verändern, in die du dich entwickeln möchtest.


Für ein bewusstes Leben und Lieben

Deine Nicole und Dein Marcus

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